Per Zoom in die Welt

STEPPS (Systems Training for Emotional Predictability & Problem Solving) ist ein Curriculum für Menschen mit einer Borderline-Erkrankung und  bedeutet so viel wie "Die Vorhersehbarkeit von Situationen, die Emotionen auslösen und das Problemlösen systematisch trainieren".  Wir freuen uns über den aktuellen Bericht einer Teilnehmerin, die am 27.02.2021 an der virtuellen Jahrestagung des Dachverbandes STEPPS teilgenommen hat:

Seit einiger Zeit wird STEPPS von SDN angeboten. Zuletzt trafen wir uns coronabedingt per Video-Chat (ZOOM). Ein STEPPS-Kurs besteht aus neun Terminen, wir waren zwei bis vier Teilnehmer und zwei Mitarbeiterinnen.

Nun wurden wir Teilnehmer und Mitarbeiter zu einer Tagung des Dachverbandes eingeladen. Sich mit insgesamt 60 Teilnehmern per ZOOM zu treffen, war eine echt interessante Erfahrung!

Die Tagung begann samstags um 9 Uhr:
Anfangs gab es eine gutgemachte technische Einführung in die Bedienung von Zoom. Das sah auf meinem Handy anders aus, als auf einem PC Bildschirm. Ein freundlicher Mitarbeiter hat mir da sehr geholfen.  

Danach gab es drei interessante Vorträge: 1. über Online-Lernen, 2. über Kommunikation und 3. über Messenger-Dienste. Das kenne ich ja selbst: Selbst Smileys können völlig falsch interpretiert werden, vor allem, weil die verschiedenen Handymarken die Smileys unterschiedlich darstellen.

Beispiele:

Der Wut-Smiley: In China wird der ganz anders, nämlich als Symbol für Erfolg (ich habe etwas geschafft, verstanden) verwendet. Oder: Der Smiley mit der Träne. Er ist für mich ein Symbol für Traurigkeit, in anderen Kulturen bedeutet er Müdigkeit. Also, ich habe gelernt: Missverständnisse sind vorprogrammiert.

In der zweiten Hälfte gab es Workshops:

Jeder Teilnehmer konnte sich in einem virtuellen Raum seiner Wahl begeben und bei einem Thema mitdiskutieren. Jeder Workshop hatte einen Moderator.  Ich habe nacheinander an zwei Workshops teilgenommen und fand beide Gesprächsrunden sehr interessant.

Mein Fazit:

Ich fand die vielen Informationen rund um das Thema Borderline für mich sehr interessant und hilfreich. Andererseits war es auch ganz schön anstrengend, vier Stunden lang auf den Handy-Bildschirm zu gucken. Es gab jedoch auch eine Pause, die war wirklich gut gemacht: da gab es eine virtuelle Cafeteria, ich konnte mir ein Getränk in der Küche machen und mich dann am Bildschirm mit anderen Teilnehmern unterhalten. Und in einer virtuellen Bibliothek konnte ich mich über Bücher zum Thema informieren.

Ganz besonders hat mich die Information interessiert, dass es eine STEPPS-Selbsthilfegruppe gibt, die auch per ZOOM stattfindet. Und dass es ein weiterführendes Programm von STEPPS gibt: STAIRWAYS.  

Alles in allem war es echt eine gelungene Tagung!

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